Rendezvous de la Musique
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2012

Rendezvous de la Musique 2012.
„Auch in den Palästen wackeln die Tische“.

Auch in diesem Jahr erlebten wir ein Fest der Freude und Gemeinsamkeit in der Kommune von Asslim und Agdz. Es wurde ein großer Schritt in Richtung gemeinsamer Veranstaltung gemacht. M`Barek Ait el Caid hat einen großen Anteil daran. Mit seinem unermütlichen Einsatz das Fest auf gemeinsame Beine zu stellen, zolle ich an dieser Stelle meinen Respekt.

Doch was geschah? Wärend der Gruppenarbeiten des www.lehmexpress.de wurden Gespräche mit dem Stadtrat und Bürgermeister in Agdz geführt. In einer Fotoshow zeigte ich den Ratsmitgliedern die Arbeit des Vereins und somit konnten sie die langjährigen Aktivitäten nachvollziehen. Sie sagten uns ihre Unterstützung für das Festival zu. Was letztendlich auch in die Realität umgesetzt wurde.

Eine Woche später hatten wir einen Termin beim Gouverneur in Zagora. M`Barek hatte dieses Treffen organisiert. Der Gouverneur war zu einem Notfall nach Agadir gerufen und der erste Sekretär empfing uns an seiner Stelle. Auch hier bekamen wir eine Zusage zur Beihilfe und auch die Möglichkeit unser Projekt auf einer Ausstellung in Zagora mit dem Namen „Forum, international du Tourisme durable et de dèveloppement local“
Link vorzustellen. Diese Ausstellung ging vier Tage lang und somit konnten wir unsere gemeinsamen und langjährigen Aktivitäten einem breiten Publikum vorstellen. Auch wurden viele Kontakte zu anderen Vereinen und Institutionen geknüpft. Erstaunlich waren für uns die Vielfalt und die Ausrichtung zum ökologischen Handeln.

Mit Eva- Maria Kagermann- Otte Link

Ekaterina Afanasieva
Link - Link

und dem Projekt „Dessert Bridges“ mit Cheo Jeffrey Allen Solder, Anna Grichting und Jon Sass

Link - Link - Link - Link - Link

hatten wir hochkarätige Künstler a
us Deutschland, Russland, New York, Boston und der Schweiz eingeladen.

Auch waren, wie in den letzten Jahren die Ahwach Musiker aus Asslim und Agdz, sowie die Gnauagruppe um Maalem Abdullah dabei. Auch die Melhounmusiker aus Rissani spielten ihre alte traditionelle Musik.

Die Organisation im Vorfeld erwies sich als äusserst schwierig. Ein Problem bestand darin eine Konzertharfe für Ekaterina zu besorgen. Ihre Reiseharfe saß auf der MS Deutschland, Link in Acapulco/Mexico fest und wurde nicht nach Deutschland transportiert. Wir standen vor dem Problem in Marokko eine geeignete Harfe zu besorgen. Nach Kontakten zum Goethe- Institut, russisch- marokkanischen Vereinigungen, die Deutsche Botschaft usw., erkannten wir schnell das nur eine Harfe im Sinfonieorchester von Casablanca existiert. Doch diese wurde gebraucht und somit hatten wir ein Problem. Über Eva- Maria Kagermann- Otte fanden wir in Deutschland eine Verleihfirma in Remagen die ihre Zusage für eine Leiharfe gab. Sie wurde zum Flughafen Frankfurt geliefert wo sie Ekaterina bei ihrem Abflug nach Marrakesch in Empfang nehmen konnte. Somit hatten wir das Problem gelöst, doch sind eine Menge Kosten auf unser Vereinskonto geladen.

Anna Grichting, Cheo Allen Jeffrey Solder kamen mit Jon Sass zu ihrem Gastspiel und übten gleich mit den Gnaua- Musikern im Palmengarten. Link

Anna und Cheo haben ja auch im letzten Jahr mit ihnen zusammen gespielt und Jon Sass entwickelte sich zu einer echten Bereicherung für ihre Performence „Dessert Bridges“. Jon gilt als eine der besten und erfolgreichsten Tubaspieler der Welt und zauberte mit seinem Instrument unglaublich Klangteppiche in das Festival. Auch überzeugte Cheo mit seiner Kalimba. Somit erlebten die Zusachauer eine einzigartige Musikinterpretation. Noch nie gehörte Klänge einer Harfe und Tuba verzauberte die Besucher. Alles ging sehr relaxt und ruhig zu.

Im Riad der Kasbah Caid Ali wurde eine große Bühne mit einer Lichtanlage installiert, für die Gäste wurden Stühle aufgestellt und die Organisation war um einiges besser als die Jahre vorher. Nur wurde die angeforderte Musikanlage aus Erraschidia nicht geliefert und es mußte, wie in den Jahren vorher, eine Anlage aus Asslim aufgebaut werden. Dadurch kam es zu einer längeren Ruhepause. Doch alles in allem wurde es ein ruhiger und entspannter Abend. Auch die Ahwachgruppe, gemischt aus Spielern aus Agdz und Asslim, machten wie immer mit ihren dynamischen Rhythmen viel Freude. Es ist immer ein Augenschmaus ihnen zuzusehen.

In Agdz wurde das Rendezvous de la Musique in diesem Jahr auf dem Sportplatz ausgetragen. Im Vorfeld gab es eine Showeinlage eines Marokkaners der im Guinessbuch der Rekorde eingetragen ist. Die ganze Stadt war auf den Füßen um dieses Spektakel zu sehen. Leider habe ich keinen Namen dieser Person. Durch diese Veranstaltung und dem Ferienanfang waren sehr viele Menschen in der Stadt. Es war wie ein Ameisenhaufen. Jung und Alt war auf den Beinen.

Das Resüme für dieses Jahr ist durchaus positiv zu bewerten. Vor allem was die Zukunft angeht. Die Verschiedenen Aufgabenbereiche sind verteilt worden. Kommune und das Gouvernement übernehmen Verantwortung für das Rendezvous de la Musique. Ein großer Schritt Richtung Zusammenarbeit ist gemacht. Wir sind weiter auf dem richtigen Weg. Wir freuen uns aufs nächste Jahr.

Manfred Fahnert


Das Programm des Rendezvous 2012 findet Ihr Hier

Einen Text in drei Sprachen zum Rendezvous findet Ihr Hier

Die Bildergalerie des Rendezvous de la Musique 2012 findet ihr Hier

Eine Galerie der Musikgruppen, die 2012 gespielt haben, findet Ihr Hier


 

Rendezvous de la Musique 2012

Rendezvous de la Musique 2012

Rendezvous de la Musique 2012

Rendezvous de la Musique 2012

Rendezvous de la Musique 2012

Rendezvous de la Musique 2012

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